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Tag für Tag begegnen uns LKWs mit eingeschalteter Warnblinkanlage, die rückwärts rangieren müssen. Ob nun auf großen Betriebsgeländen oder bei der Anlieferung von Waren im Einzelhandel in kleinen Seitenstraßen oder gar der Fußgängerzone – dieses Bild ist Alltag. Und alltägliche Dinge können doch eigentlich nicht gefährlich sein, oder? Das zumindest ist die Meinung vieler Passanten, dabei stellt ein rückwärtsfahrender LKW immer eine Gefahr dar, wie zahlreiche Todesfälle von überfahrenen Personen jedes Jahr aufs Neue beweisen.

Warum aber kommt es zu diesen Unfällen? Grund dafür ist der tote Winkel. Große Teile neben und hinter dem Fahrzeug sind für den LKW-Fahrer nicht zu erkennen, selbst wenn er die Außenspiegel nutzt, kann er kaum beide Seiten gleichzeitig im Auge behalten. Hinzu kommt, dass viele LKWs mit Anhänger unterwegs sind und durch den abknickenden Anhänger wird der tote Winkel noch weiter erhöht.

Auch die Passanten selbst tragen eine gewisse Teilschuld. So verlässt sich der LKW-Fahrer darauf, dass durch die Größe seines Fahrzeugs und dessen Fahrgeräusche Personen hinter dem Fahrzeug ausreichend gewarnt sind. Auf der anderen Seite schätzen Außenstehende sowohl die Geschwindigkeit als auch die Fahrtrichtung des LKW oft falsch ein (siehe: BGHW-Kompakt - Gefährdung durch rückwärtsfahrende LKW). Hinzu kommt, dass Warnrufe aufgrund häufig schallisolierender Fahrerkabinen vom LKW-Fahrer gar nicht wahrgenommen werden. Es gibt aber Mittel und Wege, um die Gefahren zu senken.

 

Immer mit einem Einweiser arbeiten

LKW-Fahrer sollten beim rückwärts Rangieren stets mit einem Einweiser arbeiten. Dieser sollte eine Warnweste tragen, damit er vom LKW-Fahrer auch gut gesehen wird. Zwischen Einweiser und LKW-Fahrer muss dauernder Sichtkontakt bestehen, gleichzeitig muss der Einweiser so aufgestellt sein, dass er den gesamten rückwärtigen Bereich einsehen kann, sich aber selbst nicht in Gefahr bringt. Die Hand- und Sichtzeichen des Einweisers sollten vor dem Rangieren klar sein, am besten sprechen sich Fahrer und Einweiser kurz ab.

 

Gefahrenbereich mit Schranken und Zäunen sichern

Der LKW fährt meist in einem ganz bestimmten Bereich, der als Gefahrenbereich bezeichnet wird. Durch rundherum angebrachte Schranken und/oder Zäune kann verhindert werden, dass sich Dritte in diesem Bereich aufhalten. Wichtig ist, dass bei den Unternehmen, bei denen der LKW anliefert, mittels Arbeitsanweisung untersagt wird, den Absperrbereich zu betreten. In Ausnahmefällen, wenn etwa Reparaturarbeiten in diesem Bereich durchgeführt werden müssen, sind die ankommenden LKW-Fahrer sofort darüber zu informieren. Sie müssen dann mit dem Rangieren warten, bis der Gefahrenbereich geräumt wurde.

 

Verkehrsspiegel einsetzen

Ebenfalls können Verkehrsspiegel dem LKW-Fahrer helfen, sich besser zu orientieren und tote Winkel zum Teil ausgleichen. Wichtig ist, dass die Spiegel ausreichend beleuchtet sind. Ratsam sind zudem beheizbare Modelle, damit auch bei Eis und Schnee stets freie Sicht gewährleistet werden kann. Vorsicht ist bei gewölbten Spiegeln geboten, da diese zu Verzerrungen in der Darstellung führen und somit der LKW-Fahrer bei Entfernungen Fehleinschätzungen vornehmen kann.

 

Rückfahrsysteme nutzen

Sinnvoll kann ebenfalls der Einsatz von Rückfahrsystemen für LKW sein. Diese zeigen dem Fahrer in seiner Kabine auf einem Monitor an, welche Hindernisse sich neben oder hinter dem Fahrzeug befinden und warnen ihn oft noch mit einem Signalton. Moderne Rückfahrsysteme sind für alle LKW-Modelle erhältlich und lassen sich auch nachträglich anbringen. Sie haben Interesse an LKW Rückfahrsystemen für sicheres Rangieren und Rückwärtsfahren, die sich zudem problemlos nachrüsten
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