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Fernfahrer-Spesen 2014 - Kaum wurden die Spesensaätze im Jahr 2014 verändert, schon regt sich Widerstand. Nicht ganz zu Unrecht wie wir meinen.

Geringe Spesen für großen Bedarf

Dass LKW Fahrer Ausgaben haben, wenn sie auf den Autobahnen des Landes oder in Europa unterwegs sind, ist unbestritten. Tagelang oder manchmal auch wochenlang sind sie unterwegs und müssen auf viele Annehmlichkeiten
verzichten. Sie müssen aber die ganze Zeit über essen und trinken, brauchen regelmäßig eine heiße Dusche und jeder Toilettengang kostet sie bares Geld. Man braucht kein Spezialist für Spesenabrechnungen zu sein, um sich auszurechnen, dass da ganz schön was zusammenkommt. Die Preise der bundesdeutschen Raststätten sind nicht unbedingt auf Schnäppchen-Niveau und wer auf sie angewiesen ist, der wird in kurzer Zeit viel Geld los.

Alle LKW Fahrer haben einen anstrengenden Job und sie müssen sich in ihren Ruhepausen gut versorgen können. Das geht auf Dauer nicht allein mit Kühltaschen und mit Thermoskannen, die sie sich mitbringen. LKW Fahrer brauchen warme
Mahlzeiten, frisch aufgebrühten Kaffee und eine heiße Dusche, damit sie ihrem schweren Job unbelastet nachgehen können. Dazu kommen kalte Getränke, die je nach Jahreszeit auch in größerer Menge benötigt werden.

Man kann sagen, dass die gesetzliche Pauschale von 12 Euro bei 8 bis 24 h Fahrt und von 24 Euro ab 24 Stunden ist einfach nicht ausreichend ist.

So rechnet auch Andy Schröder, der derzeit unter: https://www.openpetition.de/petition/online/erhoehung-der-spesensaetze Unterstützer für eine Petition zur Erhöhung der Spesensätze sucht, vor, dass sich die Spesensätze von 48 DM zu den derzeit gültigen 24 € im Gegensatz zu den Preisen nicht verändert habe.

Teure Rasthöfe im In- und Ausland

Denn nicht nur die deutschen Rasthöfe, sondern auch die ausländischen sind nicht gerade billig. Auch in Osteuropa zum Beispiel haben die Preise für Rasten in den letzten Jahren extrem angezogen. Wer glaubt, dass LKW Fahrer an ihren Spesen verdienen, der täuscht sich, denn in den allermeisten Fällen legen sie sogar noch erheblich drauf. Eine einzige, warme Mahlzeit, ein heißes und ein kaltes Getränk schlagen bereits mit 20 Euro zu Buche. Wer dazu noch ein Bett für die Nacht braucht, kommt mit den 24 Euro Pauschale, die es dafür oft nur gibt, auch nicht hin und er zahlt aus eigener Tasche drauf. Denn längst nicht jede Spedition  übernimmt die vollen Übernachtungskosten, wenn der Fahrer die Quittung vorlegt.

Wer vor Ort arbeitet, ist besser dran

Wie viel besser hat es da ein Mensch, der in seinem Heimatort in einem Büro tätig ist! Er kann sich Kaffee mitnehmen oder er kocht ihn zusammen mit Kollegen im Büro. In der Kantine oder der Cafeteria bekommt er für günstiges Geld ein warmes Essen. Bäckereien gibt es auch fast überall und am Abend ist er sowieso wieder zuhause. Er kommt mit ein paar Euro
täglich hin und kann sich dabei trotzdem eine warme Mahlzeit, Kaffee und kühle Getränke leisten.

Viele Firmen stellen sogar kostenloses Mineralwasser aus Spendern für die Mitarbeiter bereit. Insgesamt muss
man sagen, dass der LKW Fahrer schlechter dasteht, auch wenn er das Geld für die Spesen steuerfrei erstattet bekommt. Das gilt allerdings nur bis zur Höchstgrenze der Spesen, denn dann fallen Steuern an. Ganz schlecht dran ist der LKW Fahrer, der keine Spesen vom Arbeitgeber erstattet bekommt. Er muss über die jährlichen Werbungskosten seiner Steuererklärung abrechnen, was ihm im Vergleich zum lokal beschäftigten Arbeitnehmer erhebliche Nachteile verschafft. Höhere Spesen für alle LKW Fahrer sollten gesetzlich verankert werden, damit die Fahrer für ihre Ortsabwesenheit nicht auch noch zusätzlich bestraft werden.

Wir von LKW-Fahrer-gesucht.com denken, dass die in der geplanten Petition "Spesen 2014" gewünschte Verdoppelung der Spesen vielleicht etwas hoch gegriffen scheint, jedoch unterstützen wir Herrn Andy Schröder in der Sache sehr gern. Vielleicht kommt so etwas Bewegung in die Diskussion bzw. wird dieser Aspekt neu begutachtet.